DIY: Leather mittens for the shield hand

One of the parts of my kit that I was kind of ashamed for was my shield glove. I took great pains to have a halfway decent looking glove for my sword hand (although compromises had to be made there, too), but the glove for my shield hand was a welder’s glove. Practical but ugly.

I had a todo for „new shield glove“ since at least April 2016, but I didn’t quite get around to it. This weekend, after making a practice piece from artificial leather, I went for the real thing. I took some pictures to illustrate the process.

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[EN] How long were belts in Birka?

There are some „truths“ in reenactment which are rarely questioned, although maybe they should be. These are sometimes called „reenactorisms“, self-propagating myths that are perpetuated by the „monkey see, monkey do“ attitude that befalls reenactors, be they inexperienced or veterans.

A reenactor’s knot (image copyright The Jelling Dragon)

One of those truths is a trivially sounding question: How long were viking-age belts? We have come to accept that they had a buckle and a strap-end, and the strap-end hung about crotch to mid-thigh – 20 to 40 cm from the buckle. The strap was fed through the buckle and then knotted just behind it, hanging straight down. This is sometimes called „the reenactor’s knot“, and there doesn’t seem to be an awful lot of evidence for it. Apart from that, it is really impractical because you constantly have a strap-end dangling between your legs. 😉

So, an excellent reenactor and designer of bronze jewelry replicas, Burr Öhrström, took it upon himself to research the Birka graves for evidence of belts and buckles. I did the same tonight (oblivious of the fact that he already had done that) and would like to systematize the conclusions a little.

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[EN] A helmet from Birka – a speculative reconstruction attempt

Helmet finds in the Viking Age

Helmets are a bit of a touchy topic for viking-age reenactors. There really aren’t that many finds from the „Viking lands“, i.e. Scandinavia, the British Isles and the Rus area of influence.
In the West, there’s the Gjermundbu helmet – an iconic helmet that is for many people the definition of a „viking helmet“. However, that helmet is a singular find, and it’s from Norway. From what is now Poland and Czech Republic, there are several nasal helmet finds (St. Wenceslas‘ helmet with Christ Savior nailed to the nasal, Lednicki lake, Olmütz, to mention a few) and the Rus have helmet finds from Cernigov (actually, several from that area, but I’ll cover that in a second), from Gnezdowo (a simple nasal helmet, as well as an „Eastern“ helmet with brass decoration) and some more (see below).
There’s a good overview over Russian helmets on Peter Beatson’s site, taken from Volume 3 of Kirpichnikov’s seminal anthology on Old Russian Arms and Armour.

There are very few finds of viking-age helmet remains in what is now Sweden, unfortunately. There is the Lokrume fragment from Gotland (which, due to its specific geography, is stilistically so far removed from mainland Sweden that it could well be a completely different country), and that’s pretty much it.

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Tunika mit Seiden- und Bortenbesatz

Des Mannes braune Wolltunika mit Wildseidenbesatz ist seine liebste Tunika – aber leider nicht so richtig authentisch. Die Wildseide wäre in Birka vermutlich als Tischdecke verwendet worden (gefundene Kleidungsseide war sehr, sehr fein verarbeitet und nicht von der groben, „rustikalen“ Art wie Wildseide typischerweise ist) und die Besätze sind auch etwas zu breit. Aber sie hat lange gehalten und wird auch sicher nicht einfach so aufs Altenteil geschickt.

Über die Jahre reifte der Plan, mal was Neues zu machen. Durfte ruhig schick sein, aber nicht überkandidelt (und nicht zu weit jenseits des Fundguts). Broschierte Seide, wie sie derzeit modern ist, schied also aus. Nach längerem Suchen entschied ich (wenn ich die ganze Zeit von mir in der dritten Person schreibe, werde ich rammdösig) mich für eine blaue, indigogefärbte Wolle von Jörg und chinesische Seide von Kaptorga, die ich allerdings in letzter Minute gegen eine rotholzgefärbte Seide von Susan ausgetauscht habe. Als zusätzlichen Schmuck habe ich eine sehr schöne Reproduktion der Borte B13 aus Birka, Grab 735 erworben. Die ist als einziger Bestandteil der Tunika rein „chemisch“ gefärbt.

Die Zutaten das erste Mal zur Farbprobe vereint.

Der Zuschnitt der Tunika war für mich die größte Hürde – mit dem Zuschneiden von Kleidung, besonders bei hochwertiger Wolle, tue ich mich noch immer schwer. Irgendwann waren dann alle Stücke ausgeschnitten und ich habe jedes einzelne mit waidgefärbtem Wollgarn handvernäht. Das dauerte seine Zeit und nach der Aktion war auf einmal April. Mittlerweile war die Borte da und die Nervosität wuchs. Ich hätte mal mehr als 1m bestellen sollen.

Wer mißt, mißt Mist.

Erste Stellproben wurden mit diversen Facebook-Gruppen besprochen. Das Ergebnis war nicht eindeutig.

Machen wir’s so? Sieht seltsam aus und ich habe viel Borte verschenkt.

Nach längerem Probieren habe ich die Borte dann in 20cm-Stücke geschnitten und die Enden umgelegt und fixiert.

 

Langsam wird es ein Bortenbesatz…

Das Ganze mußte dann „nur noch“ auf die Seide als Trägermaterial aufgenäht werden – im Fund in Bj735 war auch die Borte auf ein Stück Seide genäht. Das ergibt bei einem so teuren Besatz auch Sinn, denn war das Kleidungsstück, auf dem er saß, kaputt (oder unmodisch geworden), konnte der Besatz abgetrennt und weiterverwendet werden.
Beim Nähen von silberner Drahtborte auf die Seide wurde es lustig. Mit Stecknadeln fixieren ist bei Silberdraht vs. Seide ein Alptraum (das eine Material ist hochflexibel, das andere so starrsinnig wie ein Ostwestfale), also habe ich mir von Lisa den Tip geholt, die Borte schnell mal festzusteppen. Und dann ging’s auch mit dem Vernähen.

Nächster Schritt: Seide auf Wolltunika nähen. Das war beim Quadrat mit der Borte noch einigermaßen friemelig, aber als ich mich vom Gedanken verabschiedet habe, auch nur eine wirklich gerade Kante zu haben, ging es dann.

Wie nennt man Rechtecke mit konvexen Seiten?

Danach fehlte noch ein bißchen Besatz für die Ärmel – das war dann verhältnismäßig einfach. Die Besätze sind 2cm breit, was vermutlich sogar schon am oberen Ende für die wikingerzeitlichen Besätze war (1cm oder weniger war vermutlich nicht unüblich) – aber ich habe nicht die handwerklichen Fähigkeiten, um mit einem so dünnen Besatz klarzukommen. Noch nicht.
Zum Vernähen der Seide habe ich glücklicherweise Seidengarn aus derselben Färbung verwenden können, das praktisch überhaupt nicht sichtbar ist. Trotzdem habe ich mit extra kleinen Stichen (wieder: Für meine Verhältnisse, die Originalfunde sind teilweise mit kleineren Stichen vernäht als moderne Maßhemden!) genäht.

Abstecken… annähen…

Erster Ärmel fertig.

Detail der Naht

Und dann war irgendwann der letzte Faden versäubert und die Tunika fertig. Um die Halsöffnung schließen zu können, habe ich noch einen Kaftanknopf nebst Schlaufe angenäht, das ist aber erstmal eine temporäre Lösung.

Und so sieht die fertige Tunika aus.

Die fertige Tunika

Detail des Besatzes

English summary

I made a new tunic for myself, based on finds from Birka. The wool is indigo dyed tabby, hand sewn with indigo or woad dyed wool thread. The silk used is redwood dyed fine silk, sewn onto the base wool with redwood dyed silk thread.

The braid is based on Birka B13 braid from Bj735 and sewn into 5 „ribs“ (original had around 8, and some diagonal crossing) onto the silk. The braid is made from silk warp and silver weft, probably not indigo but artifical dye, but very close in colour tone.

[EN] Reenactorisms: The Varangian Legguard

[I think there’s a demand for an english version of this article, so I’ll translate it.]

This blog suffered from our preference of facebook lately. That has many reasons, one of them being bigger intensity and quantity of interaction (albeit not quality!). We have had a lot of discussions about reenactment topics, many of them tiring, most very interesting. One of the more tiresome topics regards a „reenactorism“, a self-perpetuating myth that has been created by reenactors and is now often taken for a fact.

In an irregular manner, I will pick up some of these reenactorism and give them a fact check.

Today: The Varangian Guard. Legguard, not Guardsman. Actually, leg and arm guard, not Guardsman. Just a couple days ago, I saw someone selling „varangian armguards“ online, and I shivered. These devices are the impersonification of reenactorisms for me. But let me begin at the beginning…. or actually at the end.

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Reenactorismen: Die Warägerschiene

Dieses Blog ist nicht zuletzt inhaltlich in den letzten zwei Jahren sehr ins Hintertreffen geraten, weil wir uns deutlich mehr auf Facebook als hier engagiert haben. Das hat viele Gründe, einer ist aber sicher die doch höhere Intensität und Quantität (wenn auch vielfach nicht Qualität) des Feedbacks. Wir haben viele interessante, teilweise auch ermüdende Diskussionen zu Reenactment-spezifischen Themen geführt. Eines davon sind immer wiederkehrende, aber nicht mit Fakten zu untermauernde Mythen des Reenactor-Daseins – die sogenannten „Reenactorismen“ oder „Reenactorisms“.

Ich werde in den nächsten Monaten immer mal wieder einige dieser Themen, die auf Veranstaltungen oder in Online-Diskussionen häufig wiederkehren, aufgreifen und auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen.

Heute: Die Warägerschiene. Just heute morgen sah ich im Facebook-Feed die Anzeige eines Händlers aus der Wikiszene, in der „Waräger-Armschienen“ zum Verkauf standen und bekam eine Gänsehaut. Handelt es sich bei diesen Gerätschaften doch um einen Gegenstand, der den Inbegriff eines Reenactorismus‘ darstellt. Aber von vorne…

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Termine 2016

Nach langer, langer Abstinenz möchten wir hier wieder ein bißchen aktiver werden. Jaja, diese hehren Wünsche. Auf jeden Fall erst einmal etwas Einfaches – die Terminliste. Einige Termine (eigentlich nur einer) sind noch nicht bestätigt, aber zumindest die meisten Termine für 2016 stehen eigentlich schon.

  • 8.4.-10.4. – Wikingermarkt in Schlotzau (Hessen)
  • 26.-29.5. – Anno 1280 in Gütersloh (NRW) Mehr Infos auf der Anno-1280 Website
  • 3.-5.6. – Burgfest Neustadt-Glewe (McPomm) Mehr Infos auf der Website des Burgfests
  • 25.-26.6. – Hábrók-Markt in Ibbenbüren (NRW) Mehr Infos bei den Stevenmännern
  • 29.-31.7. – Festiwal Słowian i Wikingów in Wolin (Polen), Mehr Infos auf der Museums-Website
  • 17.-18.9. – „Die Wikinger kommen!“ im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen (NRW) – mehr Infos auf der Website des AFM
  • Evtl.: 7.-9.10. – HIKG – Die Große Schlacht in Osterburken (BaWü) – Infos bei der HIKG

In diesem Jahr sind wir leider im Hochsommer weder in Haithabu noch auf den dänischen Märkten unterwegs. Thore kommt nämlich im August in den Kindergarten und wir wissen leider noch nicht, ob wir unseren Urlaub da „verbraten“ müssen (Eingewöhnung und so). Daher spielen wir lieber „Nummer Sicher“ und fahren im Juli und August nicht weg. Nur der Arnulf, der darf nach Wolin und sich dort mit Polen kloppen. 🙂

Wir hoffen, viele von Euch dieses Jahr wiederzusehen und freuen uns auf eine entspannte Marktsaison!

Aus dem Maschinenraum

Heute Abend war Putz- und Flickstunde für dieses Blog.Ich habe ein paar kleinere Änderungen gemacht, damit die erwartete Besucherflut für usnere neuen Artikel kommen kann. 😉

Leider hatten wir vor einigen Wochen einen ungebetenen Besucher, der auf jeder einzelnen Seite diverse Links zu Viagra- und anderen Pillenshops versteckt hat. Diese Links habe ich nun von Hand entfernt; ich hoffe, daß ich alles erwischt habe.

Außerdem habe ich einen neuen Cache installiert und hoffe, daß die Seiten jetzt etwas schneller ausgeliefert werden.

Nordtour 2014 – Prolog

Wir haben uns eigentlich vorgenommen, unsere Nordtour so schnell wie möglich zu dokumentieren. Nun ist es August und wir haben noch nicht einmal angefangen, aber sei’s drum.

Es gibt jetzt eine neue Kategorie „Nordtour 2014„. Dort werden wir so schnell wir es schaffen Artikel über unsere Tour veröffentlichen.

Dieses Jahr ging es auf die folgenden Veranstaltungen / Orte:

  • Haithabu Sommermarkt vom 11.-13.07.
  • Wikingerzentrum Ribe am 15.07.
  • Wikingermarkt Trelleborg vom 16.- 19.07.

Als Einstimmung auf die Artikel schon einmal ein paar Fotos.

Schlacht in Wolin 2014

Schlacht in Wolin

Runenstein in Ribe

Runenstein in Ribe

Kochstelle Haithabu

Unsere Kochstelle in Haithabu

Eastern Bridgefight in Trelleborg - ich bin rechts.

Eastern Bridgefight in Trelleborg – ich bin rechts. (Foto von Foto Forge)

Sonntagsprojekt: Präsentationsregal

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Frauenkram: Knochendosen, Kamm, diverse Fibeln, Posamente, Birkaglas und Armreifen

Als kleines Sonntagsprojekt habe ich – abwechselnd solo und mit Kind auf dem Arm – unsere Schmucksachen im Regal neu angeordnet. Es gibt nun zwei Regalfächer – eines mit hauptsächlich meinen, eines mit hauptsächlich Frenjas Sachen.Ich habe dann auch mal in den Quellen gesucht, um die korrekte Beschriftung für die Schmuck- und Gebrauchsgüter zu finden. Erfreulicherweise hat praktisch alles, was aus Metall ist, eine Beschriftung bekommen. Die Knochensachen sind interpretiert, mein Sax und meine Armreifen auch.

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Männertracht: Gürtel, Taschen, Sax, Waage usw.

Nächsten Sonntag suche ich dann die Vorbilder für unsere Münzreplikate raus. Das dürfte lustig werden – die Darstellungen sind ja nicht gerade fotorealistisch. 😉